Portrait

Die Hamburgische Kulturstiftung wurde im Jahr 1988 gegründet, um die zeitgenössische Kunst und Kultur in Hamburg nachhaltig zu unterstützen. Zu einer Zeit, als Kultursubventionen drastisch gekürzt wurden, stellte die Freie und Hansestadt Hamburg das Gründungskapital zur Verfügung. Die privatrechtliche Stiftung sollte den Rückgang öffentlicher Mittel mit neuen Fördermodellen ausgleichen. Das Konzept ging auf: Seit ihrer Gründung hat die Hamburgische Kulturstiftung unzählige Projekte aller Sparten unterstützt: Bildende Kunst, Fotografie, Film, Literatur, Musik, Tanz, Theater, Performance sowie Kinder- und Jugendkulturprojekte. Zur Zeit fördert die Kulturstiftung pro Jahr zirka 80 Projekte.

 

Mittlerin zwischen Wirtschaft und Kultur

Heute ist die Hamburgische Kulturstiftung ein unverzichtbarer Bestandteil im Hamburger Kulturleben. Als Förderin der jungen, aufstrebenden Kulturszene der Stadt und als Mittlerin zwischen privaten Förderern, Wirtschaft und Kultur schmiedet sie immer wieder neue Allianzen. Das zwar kleine, aber fachlich kompetente und hoch engagierte Team setzt sich für die Bedarfe der Kulturschaffenden ebenso ein, wie für die der Spender, Stifter und Unternehmen.

 

Junge Kunst und Kultur im Fokus

Die Hamburgische Kulturstiftung will neue Trends in der Kultur aufspüren und aktiv begleiten. Mit ihrem Engagement ermöglicht sie vielen Künstlern, innovative und qualitative Projekte in Hamburg zu verwirklichen. Die Bandbreite reicht von Werkstattinszenierungen junger Autorenstücke (z.B. »Lange Nacht der Autoren« am Thalia Theater) über Tanzprojekte mit Kindern und Jugendlichen (z.B. »Can do can dance« von Royston Maldoom) bis hin zu Ausstellungsprojekten mit jungen Hamburger Künstlern (z.B. »Hamburg Now«). Die Auswahl der Projekte aus den ca. 200 jährlich eingehenden Anträgen erfolgt durch die Gremien (Vorstand und Stiftungsrat), außerdem werden externe Gutachter zu Rate gezogen.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Förderung des künstlerischen Nachwuchses. Junge Talente, die am Beginn ihrer Karriere stehen, werden frühzeitig und gezielt unterstützt.

Ein weiterer Schwerpunkt sind Kinder- und Jugendkulturprojekte, denn kulturelle Bildung ist für die Entwicklung junger Menschen unerlässlich. Sie stärkt Kreativität, Selbstvertrauen und soziale Kompetenz. Auch Kulturvermittlung liegt der Hamburgischen Kulturstiftung sehr am Herzen. Sie fördert zahlreiche Projekte, die Künstler und Publikum in einen Dialog bringen.

 

Förderung durch Fundraising und Partnerschaften

Die Hamburgische Kulturstiftung ist mit einem vergleichsweise kleinen Stiftungskapital ausgestattet. Daher betreibt sie aktiv Fundraising, um möglichst viele Projekte fördern zu können. Außerdem kooperiert die Hamburgische Kulturstiftung mit anderen Stiftungen oder Einrichtungen, um ihre Fördermöglichkeiten zu erweitern. Im Rahmen von Kooperationen fördert die Hamburgische Kulturstiftung u.a. »Kunst und Kultur in der HafenCity« sowie Kinder- und Jugendkulturprojekte in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf im Rahmen der Initiative »Kultur bewegt«.

 

Es ist eine schöne Hamburger Tradition, dass die Bürger sich für ihre Stadt einsetzen. Viele kulturelle Projekte wären ohne das Engagement und die Aufgeschlossenheit der Hamburger Bürger nicht möglich. Profunde Kenntnis des kulturellen Geschehens, Einblick in die aktuellen Trends der Hamburger Kulturszene sowie ein gutes Netzwerk zu Hamburgs Kulturschaffenden und kulturpolitischen Entscheidungsträgern macht die Hamburgische Kulturstiftung zum idealen Partner in der Kulturförderung. Es ist der Stiftung ein großes Anliegen, zwischen Unternehmern, privaten Förderern und Kulturschaffenden zu vermitteln und immer wieder Menschen für ungewöhnliche kulturelle Projekte zu begeistern. Kulturelle Vorhaben brauchen finanzielle und ideelle Unterstützung. Im Sinne einer fruchtbaren Partnerschaft wird die Kunst Ihnen etwas zurückgeben: Kreativität, Inspiration, unvergessliche poetische Momente, die Aufforderung zur Auseinandersetzung und einen neuen, frischen Blick auf unsere Welt.

 

 

 

 

»Pilotinnen: Monica Antezana« 2007 (Foto: Thies Rätzke)

 

 

 

»Kunst-Imbiss« 2005

 

 

 

 

»Regen in Neukölln« von Paul Brodowsky erhielt den Publikumspreis bei der Langen Nacht der Autoren 2007 im Thalia Theater (Foto: Arno Declair)